Tomaten anbauen im Gemüsegarten – Rote Tomaten im Gewächshaus

Gemüsegarten anlegen – Planung und Fragen

Der Trend zu Bio­le­bens­mit­teln und bewuss­ter, aus­ge­wo­ge­ner Ernäh­rung mit nach­hal­tig erzeug­ten Pro­duk­ten ist unge­bro­chen. Was liegt da näher als ein Gemü­se­gar­ten? Je nach Platz-, Finanz- und Zeit­bud­get, gibt es unter­schie­li­che Mög­lich­kei­ten, ihn anzu­le­gen – Der Boden­wühler fragt, was es zu beach­ten gibt.

Den Gemüsegarten planen

Zuer­st soll­ten Sie eine Bestands­auf­nah­me machen und ver­su­chen, sich die fol­gen­den Fra­gen zu beant­wor­ten:

  • Wie­viel Platz habe ich zur Ver­fü­gung?
  • Was soll mir der Gemü­se­gar­ten lie­fern?
  • Wie­viel soll er mir lie­fern?
  • Wie­viel Zeit habe ich für Vor­ei­tun­gen im Gar­ten, die regel­mä­ßi­ge Pfle­ge, die Ern­te und – oft unter­schätzt – für die Ver­ar­bei­tung des geern­te­ten Gemü­ses?
  • Bin ich bereit, für mei­nen Gemü­se­gar­ten Geld zu inves­tie­ren? Wie viel?
  • Soll er schick aus­se­hen, oder vor allem prak­ti­sch sein?

Wieviel Platz habe ich für meinen Gemüsegarten zur Verfügung?

Egal ob Sie auf der Fens­ter­bank ein biss­chen Kres­se im Schäl­chen anbau­en oder sich im Gar­ten ein gro­ßes Gemü­se­beet anle­gen möch­ten. Mög­li­ch ist viel und letzt­li­ch kann auch unter beeng­ten Ver­hält­nis­sen die Erwei­te­rung der Spei­se­kar­te aus dem eige­nen Gar­ten erreicht wer­den. Da wir aber nun aus­drück­li­ch von „Gar­ten“ gespro­chen haben, wol­len wir uns hier auf den Gemü­se­an­bau im Beet unter frei­em Him­mel beschrän­ken, denn auch hier gibt es immer noch genug Vari­an­ten.

Sie soll­ten in Ihrem Gar­ten nach einem son­ni­gen Fleck­chen aus­schau­en hal­ten, damit die Pflan­zen spä­ter genug Licht abbe­kom­men. Rich­tung Süd­en soll­ten also mög­lichst wenig Bäu­me oder Gebäu­de das spä­te­re Gemü­se­beet abschat­ten. Ide­al ist es, wenn Sie min­des­tens 20 Qua­drat­me­ter für den Gemü­se­gar­ten zur Ver­fü­gung haben, denn dann kön­nen Sie das Beet in unter­schied­li­che Berei­che unter­tei­len und sicher­stel­len, mit­tels Frucht­fol­ge den Boden nicht all­zu­sehr zu belas­ten, son­dern ihm aus­rei­chend Zeit für die Rege­ne­ra­ti­on zu las­sen.

Was soll mir mein Gemüsebeet liefern?

Ein paar Toma­ten zum Naschen? Kar­tof­feln satt? Erb­sen für lecke­res Leip­zi­ger Aller­lei? Der Mög­lich­kei­ten gibt es vie­le, doch was soll auf Ihrem Speise-/ Anbau­plan ste­hen? Abhän­gig vom zur Ver­fü­gung ste­hen­den Platz, ist von der Ergän­zung bis zur Selbst­ver­sor­gung alles drin. Ins­be­son­de­re ver­schied­nen Kohl­sor­ten, Zucker­mais, Zuch­i­ni oder Spi­nat sind gar nicht so schwer anzu­bau­en und lie­fern beacht­li­che Erträ­ge.

Wieviel soll mir der Gemüsegarten liefern?

Die eigent­li­che Fra­ge ist: möch­te ich lie­ber einen höhe­ren Ertrag eines Gemü­ses, oder ein vari­an­ten­rei­ches Beet? Je weni­ger unter­schied­li­che Pflan­zen Sie anbau­en, umso gerin­ger ist der Pfle­ge­auf­wand und – selbst­ver­ständ­li­ch – die Ern­te die­ses Gemü­ses. Von daher ist es durch­aus eine Über­le­gung wert, sich am Anfang eine Pro­be­sai­son zu gön­nen und bei­spiels­wei­se das Feld kom­plett mit Kar­tof­feln zu bestel­len. Je nach Flä­che decken Sie somit Ihren Kar­tof­fel­be­darf nahe­zu voll­stän­dig aus eige­ner Ern­te und müs­sen nicht an vie­len ver­schie­de­nen Fron­ten mit Unkraut, Schäd­lin­ge, unter­schied­li­chen Was­ser­be­darf, Ern­te­zeit­punk­te und so wei­ter, kämp­fen… Womit wir gleich beim nächs­ten The­ma wären:

Der Boden­wühler dazu:

Sitzt der Frosch im Teich, wird die Ern­te reich

Gemüsegarten
Der Frosch im Gemü­se­gar­ten ist gut getarnt

Wieviel Zeit kann und möchte ich in den Gemüsegarten stecken?

Mit aus­rei­chen­der Pla­nung ist der regel­mä­ßi­ge Zeit­auf­wand für ein Gemü­se­beet über­schau­ber. Wich­tig ist es jedoch, sich dar­über im Kla­ren zu sein, dass es auch Zeit kos­tet, im Febru­ar und März, Pflan­zen vor­zu­hie­hen, spä­tes­tens im April die Bee­te zum Bei­spiel mit Ter­ra Pre­ta aus Boka­shi vor­zu­be­rei­ten und dann alle Gemü­se­sor­ten zu säen, bzw. ein- und ump­zu­pflan­zen. Wenn erst­mal alles in der Erde ist, reicht es aus, ab und an Unkraut zu jäten, bei län­ger anhal­ten­der Tro­cken­heit zu gie­ßen und nach even­tu­el­lem Schäd­lings­be­fall aus­schau zu hal­ten. Rich­tig arbeits­in­ten­siv wird es erst wie­der zur Ern­te­zeit, denn dann will die rei­che Ern­te kon­ser­viert wer­den, damit die lan­ge Zeit im Gemü­se­gar­ten ganz am Ende nicht zunich­te gemacht wird. Nun gilt es also, Gur­ken ein­zu­le­gen, Toma­ten­so­ße zu kochen oder Knob­lauch­zöp­fe zu flech­ten. All das dau­ert, kann aber – wenn man sich die Zeit nimmt – auch sehr ent­span­nend und erfül­lend sein.

Wieviel Geld bin ich bereit, in meinen Gemüsegarten  zu investieren?

Wie so häu­fig, sind nach oben hin kei­ne Gren­zen gesetzt. Wer das Geld hat, kann es in – mehr oder weni­ger sinn­vol­le – Din­ge inves­tie­ren. Aber auch für den schma­len Geld­beu­tel bie­tet der Gemü­se­gar­ten jede Men­ge, denn vie­les kann man weg­las­sen oder impro­vi­sie­ren – wie zum Bei­spiel einen Boka­shi Eimer sel­ber bau­en. Wem das zu viel Auf­wand ist, der kauft sich einen fer­ti­gen*.

Soll mein Gemüsegarten schick aussehen, oder beschränke ich mich auf Funktionalität?

Für einen prak­ti­schen Gemü­se­gar­ten emp­fiehlt sich eine recht­ecki­ge Beet­form, da man die­se bei stei­gen­der Grö­ße am bes­ten mit Maschi­nen bear­bei­ten kann. Bei run­den Bee­ten ist dies erheb­li­ch auf­wän­di­ger. Wenn das kein Argu­ment für Sie ist, sind Sie aber völ­lig frei in der Gestal­tung der Bee­te. Den Toma­ten ist es schließ­li­ch völ­lig schnup­pe, ob das Gemü­se­beet, in dem ihre Wur­zeln ste­hen, eine run­de, ecki­ge, geschwun­ge­ne oder was auch immer für eine Form hat. Sie kön­nen also wun­der­bar zwi­schen Ihre blü­hen­den Stau­den einen klei­nen Gemü­se­be­reich ein­rich­ten. Neben den oft inter­es­satn geform­ten Früch­ten bil­den vie­le Gemü­se­pflan­zen auch wun­der­schö­ne far­bi­ge Blü­ten.

Fazit: Was gilt es, bei der Gemüsegarten-Planung zu beachten?

Hof­fent­li­ch sind Sie noch am Ball und haben bei der Text­flut und den gan­zen fra­gen Ihren Plan nicht schon wie­der über den Hau­fen gewor­fen! Denn eigent­li­ch ist es ja so: Wo immer ein Stück Gar­ten unge­nutzt oder als Wie­se sein Dasein fris­tet, ist es mög­li­ch, aus der dor­ti­gen Erde lecke­res Gemü­se zu zie­hen. Bei allen Über­le­gun­gen und Pla­nun­gen ist es also wich­tig, irgend­wann ein­fach los­zu­le­gen und mal die ers­ten Qua­drat­me­ter Gras­nar­be abzu­tra­gen, den Boden dar­un­ter auf­zu­lo­ckern und mit Humus anzu­rei­chern und ein paar Samen in die Erde zu ste­cken. Viel Spaß und dicke Kar­tof­feln aus Ihrem neu­en Gemü­se­gar­ten wünscht der Boden­wühler.

Hin­weis: Bei den mit * gekenn­zeich­ne­ten Links han­delt es sich um soge­nann­te Affi­lia­te-Links zu Amazon.de. Wenn Sie über einen die­ser Links ein Pro­dukt kau­fen, erhält der Inha­ber die­ser Sei­te eine Pro­vi­si­on von Amazon.de, die den Fort­be­stand die­ser Sei­te sicher­stellt. Vie­len Dank für Ihr Ver­ständ­nis für die­se Vor­ge­hens­wei­se. Dar­über hin­aus hof­fen wir, Ihnen durch die Ver­lin­kung eini­ge Zeit für Pro­dukt­re­cher­chen erspa­ren zu kön­nen. Alles in Allem also eine Win-Win-Situa­ti­on.

 

Bild­quel­len

  • gemu­e­se­gar­ten­_frosch: filmschneider.com
  • Toma­ten anbau­en im Gemü­se­gar­ten – Rote Toma­ten im Gewächs­haus: filmschneider.com

3 Gedanken zu “Gemüsegarten anlegen – Planung und Fragen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.